Von Dezember 2006 bis August 2008 entwickelte ich bei der Birgin Unternehmensberatungs GmbH das Autorensystem IDA sowie Software im IDA-Umfeld. IDA basiert auf Mozilla-Technologie. IDA 1.x ist technisch gesehen eine Spezial-Version des Firefox-Browsers. IDA 2.x und 3.x sind XULRunner-Applikationen, sind also keine Spezial-Versionen des Browsers Firefox, sondern eigenständige Applikationen, welche aber den gleichen Motor (XULRunner) wie der Browser Firefox verwenden. Es handelt sich also um nahe Verwandte des Browsers Firefox. Von IDA 2.x und IDA 3.x gibt es als Technologiestudie auch jeweils eine private Portierung auf Apple Macintosh. Diese sind jedoch nicht käuflich erwerbbar.
Ein paar Teile von IDA unter Windows sind mit Borland Delphi programmiert. Andere Teile wie z.B. der zugehörige Online-Update-Server sind in PHP programmiert. Der Online-Update-Server dient zur Aktualisierung von IDA über das Internet sowie zur Installation von nachgeorderten optionalen Erweiterungen oder Vorlagensets. Auch für die Lizenzverwaltung ist der Online-Update-Server zuständig. Das GUI zur Lizenzverwaltung ist eine firmeninterne Erweiterung von IDA, so daß Birgin Unternehmensberatungs GmbH mit Hilfe von IDA die Lizenzen zu IDA verwalten kann. Auch das ganze Packaging und Deployment sowie die Lokalisierung in verschiedene GUI-Sprachen erfolgt durch spezielle firmeninterne Erweiterungen von IDA. IDA selbst entwickelt sich immer mehr zu einem Entwicklungswerkzeug bei der Entwicklung von IDA. Dazu gehört auch der Vorlageneditor als optionale Erweiterung von IDA, der auch von Kunden käuflich erworben werden kann.
Als Entwicklungswerkzeug werden neben SVN und WinMerge die IDE von Borland für die Delphi-Teile sowie z.B. Homesite für die anderen IDA-Teile verwendet. Homesite besticht trotz seiner Unkenntnis hinsichtlich Unicode durch sein unerreicht gelungenes Syntax-Hiliting insbesondere bei Dateien, die aus ganz unterschiedlichen Code-Fragmenten (PHP, XML, JavaScript, CSS etc. gemischt in einer Datei) bestehen. Auf Apple Macintosh Seite wird ebenfalls SVN eingesetzt; als Entwicklungsumgebung dient dort XCode 3.1, mit dem sich dann auch das iPhone emulieren läßt.
Zu den Produkten im IDA-Umfeld gehört auch der IDA Kursmanager. Er dient der zentralen Lernstandspeicherung mit der Möglichkeit einer zentralen Auswertung. Der Kursmanger ist eine Vorstufe zu einem LMS (Learning Management System). Er ist kein LMS, sondern eine sehr viel einfachere Lösung, die ausschließlich der Lernstandspeicherung und Auswertung dient. In vielen Fällen reicht dieser Ansatz völlig aus, so daß kein hochkomplexes und schwierig zu wartendes LMS benöntigt wird. IDA Kursmanager ist eine Web-Applikation, die in PHP programmiert ist. Die Versionen 1.x kommen ohne Datenbank aus, arbeiten Datei basiert. Ab Version 2.x wird eine Datenbank vorrausgesetzt; derzeit ist nur eine Anbindung an eine MySQL Datenbank implementiert. Die Datenbank-Schnittstelle wurde von mir als Modul konzipiert, so daß die Verwendung einer anderen Datenbank durch Austausch des Moduls sehr einfach zu realisieren ist. Durch die Verwendung der Datenbank konnte sowohl die Kapazität erheblich gesteigert werden, als auch die Geschwindigkeit; zu dem gehören nun alle Einschränkungen hinsichtlich Umlauten etc. der Vergangenheit an.
Für die Lernstandspeicherung ist IDA nicht auf den IDA Kursmanager angewiesen. Selbstverständlich unterstützt IDA auch die Arbeit in einem LMS beispielsweise via SCORM 1.2 oder SCORM 2004. Die SCORM 2004 Schnittstelle wurde von mir zu IDA beigesteuert.
Vom 1. September 2003 bis 30.November 2006 arbeitete ich als Entwickler bei der Clausmark Consulting GmbH in Karlsruhe. Hier erweiterte ich beispielsweise basierend auf ASP.NET Technologie die Funktionalität einer komplexen Projektplanungssoftware namens PlanView. Die Erweiterungen wurden Kunden spezifisch passend zu deren jeweiligen Datenbanksystemen MS-SQL-Server oder Oracle entwickelt. Für einige Kunden wurden auch Mischlösungen entwickelt, welche mit beiden Datenbanken arbeiten können, da es auch einzelne Kundenprojekte gibt, bei denen ein HTTP-Server, der das Frontend liefert, mit mehreren unterschiedlichen Datenbanken wechselweise arbeiten muß. Dies stellte eine besondere Herausforderung dar, weil Dinge, welche bei der einen Datenbank sich mit einem einzigen SQL-Statement realisieren lassen, bei der anderen Datenbank von der Web-Applikation mühevoll selbst erledigt werden müssen; bei anderen Dingen ist es dann gerade umgekehrt, so daß das keineswegs selbstverständlich ist, daß eine hochkomplexe Datenbank-Applikation mit mehreren verschiedenen Datenbanken klarkommt. Diese Zusammenführung bzw. Öffnung der Teilapplikationen für die jeweils andere Datenbank, war ein Teil meines Aufgabenbereichs bei der Clausmark Consulting GmbH.
Neben diesen zahlreichen Web basierten Erweiterungen entwicklete ich bei der Clausmark Consulting GmbH auch rein serverseitige Technologien. Dazu gehörte z.B. ein Tibco-Adapter, welcher PlanView an einen Tibco-Bus anschließt, um so Geschäftsprozesse in Tibco Business Works modelieren und in PlanView abbilden zu können. Der Adapter stellt dabei die Schnittstelle zwischen Tibco Business Works und der Datenbank von PlanView inklusive Kunden spezifischen Erweiterungen dar.
Als Enwicklungswerkzeuge wurden hierfür Visual Studio sowie für die Datenbank-Modelierung MS-SQL Enterprise Manager sowie Toad für die Oracle Datenbank verwendet. Zu Dokumentationszwecken (Erstellung von Diagrammen etc.) wurde auch MS Visio eingesetzt. Als UML-Tool wurde es wieder verworfen, weil der generierte Output für das konkrete Einsatzgebiet nicht hinreichend flexibel war. Für den Tibco-Adapter wurde das zugehöhrige SDK benutzt, welches auch schon die passenden API-Quelltext-Rümpfe bildet.
Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt bei der Clausmark Consulting GmbH waren reine Datenbankentwicklungen und -konzeptionen beispielsweise im Rahmen von Datenbank-Migrationen nach Technologiewechseln, oder Schaffung von Schnittstellen zu anderen Datenbank basierten Softwaresystemen. Hierzu gehören Datenbank-Synchronisationen zwischen HR-Systemen und der zur PlanView-Software gehörenden Datenbank beispielsweise bei der RBS in London oder im BRZ in Wien jeweils vor Ort beim Kunden entwickelt.
Eher ein Randgebiet war das Erstellen von Berichten mittels Crystal Report sowie Business Objects.
Weitere wichtige Entwiklungswerkzeuge waren zunächst CVS und später SVN. Gegenüber Visual Source Safe ist der Vorteil ganz klar der, daß mehre Leute gleichzeitig an der selben Datei arbeiten können und unvollendete Werke während des Urlaubs oder einer Krankheit nicht die Arbeit der Kollegen blockieren. Daneben gewannen auch immer mehr WinMerge und in Zusammenhang mit C++ Applikationen auch Dependency Walker an Bedeutung, beispielweise um herauszufinden, ob überhaupt die DLL verwendet wird, die verwendet werden soll.
Vom 1. Januar 2002 bis 31. August 2003 arbeitete ich als Chefentwickler ("Abteilungsleiter Entwicklung und Programmierung") bei der Virtual Nettwerk GmbH zunächst in Straubing und nach dem Firmenumzug in Willmering bei Cham. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer bildete ich einen Fachinformatiker aus. Ich brachte ihm die Webprogrammierung (ASP, Datenbank usw.) bei, Herr Listl vermittelte die Hardwarekenntnisse. Als ausbildungsberechtigt waren wir beide von der Handwerkskammer Regensburg anerkannt. Für Virtual Nettwerk entwarf ich sämtliche komplexen Datenbank-Applikationen basierend auf MS-SQL-Server, wie beispielsweise das Contento-CMS, das dort auch für die eigene Webpräsenz (vnett.de) eingesetzt wird. Die Weiterentwicklung in der Version 1.2 enthält unter anderem auch eine mehrsprachige Admin-Oberfläche, wohin gegen in Version 1.0 nur die Kundeninhalte mehrsprachig sind. Selbstverständlich ist das CMS auch mandantenfähig und somit für Reseller geeignet. Es kommt z.B. im Existenzgründerportal in einer älteren noch einsprachigen Version mit zusäzlichen eigenentwickelten Modulen zur Adressverwaltung, Kontaktverwaltung, Terminverwaltung (Seminare, Messen) und vielen Extras zur Anwendung. Die aktuellen Versionen sind alle mit ASP realisiert. Das Existenzgründerportal gibt es auch in einer JSP-Variante. Die Entwicklungsdauer für beide Varianten zusammen betrug inklusive grafischem Material, das von Kollegen angefertigt wurde, 12 Monate. Nach dem Ableben von Virtual Nettwerk, wurde das Portal offenbar auf ASP.NET portiert und unter www.die-gruender.de neu ins Netz gestellt. Die Optik und vermutlich auch Grundfunktionalität entspricht noch der von mir damals vorgenommenen Realisierung in klassischem ASP.
Neben diesen beiden größeren Projekten realisierte ich auch eine ganze Reihe von Kleinstprojekten von kleineren und mittelständischen Firmen der Oberpfalz, sowie ein Branchenbuch auf ASP-Basis, das dann später von meiner Kollegin nach JSP portiert und in das Regioport integriert wurde.
Als Entwicklungswerkzeug von mir eingeführt wurde Visual Source Safe, um auch noch über mehre Tage hinweg Änderungen wieder rückgägig machen zu können und auch im Protokoll zu sehen, wer welche Code-Teile beigesteuert hat.
Von Februar 2000 bis August 2001 arbeitete ich bei I-D Media als Webentwickler und war ab Juli 2000 stellvertretender technischer Projektleiter. In Rekordzeit habe ich mit meinem Team ein neues technisches Konzept für das Projekt Sony Digital Imaging entworfen und umgesetzt. Dabei wurden von mir erhebliche Entwicklungsarbeit geleistet und neue Projekt-Standards und Techniken entwickelt, die inzwischen auch auf andere Projekte bei I-D Media übertragen wurden.
Des weiteren bin ich im Usenet sehr aktiv und gehöre in der deutschen JavaScript-Newsgruppe zu den Regulars, welche die Hauptmenge der Antworten liefern bzw. eben auch über tiefer gehende Fragen diskutieren. Auch in der C++ Newsgruppe bin ich regelmäßig vertreten.
Bis Ende März 2004 konnten Sie in der Domain von www.sony-europe.com noch eine ganze Menge aus meiner Feder sehen; insbesondere der Bereich Digital Imaging wurde in der Fassung, wie er bis etwa 5 Juni 2001 offiziell zu sehen war, von mir entwickelt und mit meinem Team erfolgreich umgesetzt. Die zugehörigen Dateien waren noch bis Ende März 2004 vorhanden, jedoch leitete seit Juni 2001 die Seite, welche das Popup erzeugte, auf einen neuen Auftritt um. Inzwischen existieren diese Seiten und die zugehörigen Produktinformationen nicht mehr öffentlich im Internet. Dieser Bereich performte auch noch mit einem 33kbps Modem richtig gut und funktionierte selbstverständlich auch mit NN6. (Eine spezielle Anpassung an diesen Browser erfolgte nicht, weil dies nicht Kundenauftrag war, weshalb es einige Darstellungsabweichungen gibt. Fehlfunktionen treten nicht auf.) Die technische Umsetzung des Projektes wurde von mir geleitet und die erforderlichen Werkzeuge wurden von mir geplant und zum großen Teil auch entwickelt. Insbesondere das auf Basis von PHP3 und MySQL entwickelte "OFFLINE-Backend", das uns eine Menge Handarbeit beim Erstellen der HTML-Seiten in den einzelnen Länderadaptionen abnahm, wurde von mir konzipiert und zum größten Teil auch selbst entwickelt.
Es wurde später auch für andere Projekte von Sony wie z.B. den Bereich SACD eingesetzt, an denen ich ansonsten gar nicht mitgewirkt habe. Für diese Bereiche entwickelte ich einen einfachen HTML-Parser, welcher aus normalen HTML-Dokumenten solche Dokumente machte, wie sie für das von mir für das Sony Digital Imaging entwickelte Mini-CMS als "OFFLINE-Backend" benötigt werden. Die Erstellung solch eines Tools war notwendig geworden, da das SACD-Projekt zunächst gar nicht für Mehrsprachigkeit vorgesehen war. Es zeigte sich jedoch gerade bei SACD, daß meine Standardisierungs- und Qualitätssicherungsbemühungen zumindest im eigenen Team auf fruchtbaren Boden gefallen waren, denn mein Kollege hatte ohne meine Anleitung einen HTML-Code gebaut, der mit dem nachträglich von mir erstellten Tool optimal harmonierte, so daß die Erstellung der anderen Sprachvarianten innerhalb von zwei Wochen (inklusive Programmierung des HTML-Parsers) durchgeführt werden konnte.
Das letzte in Hamburg und Berlin bei I-D Media realisierte Projekt war der Webauftritt von www.jenoptik.de. Das Layout dieses Auftritts wurde zwar inzwischen verändert und auf die für das verwendete CMS typischen Frames umgestellt, doch linke Navigation verwendet nach wie vor die von mir entwickelte DHTML-Funktionalität. Zu der Zeit, als wir den Auftritt bei I-D Media entwickelten, wurden keine Frames verwendet. Der Kniff bei diesem Projekt, war die Erzeugung der DHTML-Navigation durch das CMS (Webman) auf eine Weise, die zu möglichst vielen Browsern kompatibel ist, obwohl das CMS selbst nicht in der Lage ist, Browser spezifischen Code zu erzeugen. Ich war für die Entwicklung der Navigation sowie für zu die Integration in das CMS zuständig.
Bis einschließlich Juli 2001 arbeitete ich dann für I-D Media an einem neuen Webauftritt von Activest in München mit. Der neue Webauftritt wurde direkt beim Kunden in München in Zusammenarbeit mit diversen anderen Firmen erstellt. Meine Aufgabe bei diesem Projekt, zu welchem ich erst in der finalen Phase hinzuberufen wurde, war die Korrektur von Fehlern in der DHTML-Implementation sowie bei der Integration des Frontends in das hoch komplexe Backend mit seinen Java-Droplets und einer Mixtur aus statischem HTML, dynamischem HTML und aus XML via XSL erzeugtem Code und sonstigen Codequellen. Auch dieser Auftritt ist immer noch die Arbeit aus dem Jahr 2001. Aufgrund der Art, wie der Code erzeugt wird, ist dort jedoch keine wirkliche Zuordnung zu konkreten Autoren möglich.
Zum Ende September 2001 wurde der Standort Hamburg von I-D Media betriebsbedingt geschlossen und alle Mitarbeiter entlassen, die nicht vorher bei einer anderen Firma eine neue Anstellung finden konnten. Während der Zeit in München ergaben sich Kontakte zu der Firma Financial.com, wo ich ab Anfang September 2001 arbeitet. Ab Januar 2002 arbeitet ich bei Virtual Nettwerk.